Natürliche Alternativen zu Viagra im Portrait

Das Produkt „Viagra“ ist seit 1998 als verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhältlich. Der Wirkstoff Sildenafil steigert die Potenz und sorgt für eine härtere Erektion des Mannes. Die Wirkung des Arzneimittels hält ca. vier bis sechs Stunden an.
 
An Herzerkrankungen leidende Personen sollten Viagra in keinem Falle anwenden, da der Wirkstoff den Blutfluss durch arterielle Erweiterung beeinflusst und es somit zu lebensgefährlichen oder tödlichen Zwischenfällen kommen könnte.
Viagra
 
Eine seltene Komplikation der Viagraanwendung stellt die Dauererektion dar, die einer ärztlichen Behandlung bedarf. Weitere, deutlich häufigere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Hitzegefühle und eine Rötung des Oberkörpers. Weiterhin darf Viagra nicht eingenommen werden, wenn gleichzeitig eine Behandlung mit blutdruckverändernden Medikamenten oder Medikamenten gegen Prostatabeschwerden erfolgt.
 
Auch bei niedrigem Blutdruck, Leberproblemen, nach einem Schlaganfall, sowie nach einem Herzinfarkt darf Viagra nicht angewendet werden. Viagra sollte nur nach ärztlicher Empfehlung eingenommen werden, niemals sollte Viagra über fragwürdige Internetapotheken ohne Rezept bezogen werden, da diese Tabletten häufig nicht den Wirkstoff Sildenafil enthalten.
 

Aufgrund der Nebenwirkungen und allgemeiner Risiken wünschen sich viele Patienten bessere Alternativen zum herkömmlichen Viagra. Diese Alternativen werden im Folgenden ausführlich dargestellt.

 

Cialis und Levitra

Cialis und Levitra sind verschreibungspflichtiger Medikamente, die wie Viagra zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Erektionsstörung) eingesetzt werden. Die Wirkstoffe sind Tadalafil bzw. Vardenafil. Cialis wirkt bis zu 36 Stunden, Levitra wirkt bereits zehn Minuten nach der Einnahme. Die Wirkung hält hier bis zu zehn Stunden an.

Cialis Viagra Levitra

 

Da es sich wie bei Viagra um PDE-5-Hemmer handelt, ist mit ähnlichen Nebenwirkungen zu rechnen. Die Dosierung ist allerdings geringer, was die auftretenden Nebenwirkungen abschwächen könnte. Auch hier muss unbedingt eine ärztliche Beratung erfolgen. Es handelt es sich um verschreibungspflichtige Wirkstoffe.

 
 

L-Arginin – verbesserte Erektionsfähigkeit

L-Arginin ist eine Aminosäure, die für eine Produktion von Stickstoffmonoxid sorgt. Darüber wird die Blutzirkulation verbessert. Ist die Aminosäure ausreichend dosiert, führt sie über diesen Wirkmechanismus zu einer verbesserten Erektionsfähigkeit.

L Arginine

Es gilt allerdings zu beachten, dass L-Arginin dauerhaft eingenommen werden muss und, dass die Wirkung erst nach mehreren Wochen eintritt, dafür allerdings dauerhaft besteht.

 
 

Yohimbin

In Afrika wird traditionell Yohimbin aus der Rinde des heimischen afrikanischen Yohimbebaums zur Steigerung der Potenz verwendet. Yohimbin fördert die Durchblutung des Körpers. Ein Nachteil des Yohimbins ist es, dass sich neben dem Wirkstoff auch Alkaloide in der Rinde des Baumes finden – diese können bei der Anwendung zu Nebenwirkungen führen. Es ist also von Bedeutung, nur getestete Präparate aus der Apotheke nach Beratung durch einen Arzt oder Apotheker anzuwenden.

Yohimbin erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz und ist in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überqueren. Häufige Nebenwirkungen sind Schlaflosigkeit, Unruhe, Reizbarkeit, Angst, Kopfschmerzen, Übelkeit sowie verstärkter Harndrang. Auch Nervosität, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Schwindel, Durchfall, Schwitzen, Magenbeschwerden, Frösteln, Herzklopfen, Steigerung des Blutdrucks und der Herzfrequenz zählen zu den Nebenwirkungen.
 

Seltene Nebenwirkungen sind das Auftreten allergischer Reaktionen und Hautrötungen, Bronchospasmen, Hypotonie und Tremor. Bei Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung sollte Yohimbin nicht angewendet werden, da es bei diesen zu Panikattacken und sog. Flashbacks kommen kann.

 

Asiatischer Ginseng und Safran

Asiatischer Ginseng und Safran werden in den jeweiligen Herkunftsregionen seit tausenden Jahren aufgrund der aphrodisierenden Wirkung eingesetzt. Es handelt sich hierbei um rein pflanzliche Wirkstoffe. Ginseng und Safran steigern die Durchblutung bzw. Blutzirkulation des gesamten Körpers und der Geschlechtsorgane, wodurch die Erektionsfähigkeit des Mannes verbessert wird.

 

Auch bei diesen Wirkstoffen ist zu beachten, dass sie nicht kurzfristig wirken, sondern eine regelmäßige Einnahme notwendig ist, um eine langfristige Wirkung zu erzielen. Erwähnenswert ist außerdem, dass auch bei Frauen ein aphrodisierender Effekt eintreten kann.

 

Maca und Muira puama

Die Maca-Knolle wird traditionell in Peru angewendet. Neben der Steigerung der Potenz verspricht sie weitere günstige Effekte auf die Gesundheit. Sie enthält viele Proteine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Es wird über eine Steigerung der Libido und eine verbesserte Erektionsfähigkeit berichtet. Der Wirkmechanismus ist nicht erforscht, es liegen nur wenige Studien vor. Es ist allerdings davon auszugehen, dass Maca pharmakologisch an den Geschlechtsorganen wirkt.

Die Wurzeln des Baumes Muira puama werden in Brasilien als potenzsteigerndes Mittel verwendet. Die pharmazeutische Droge muira puama lignum (Potenzholz) wird aus diesem Baum gewonnen. Die Wirkung ist unbelegt, das Mittel wird allerdings relativ häufig verwendet.

Gewarnt werden muss vor toxischen Produkten wie der „Spanische Fliege“ oder Stechapfelpulver. Auch als Wundermitteln angepriesene Präparate müssen kritisch betrachtet werden, da die Wirkung größtenteils unbelegt ist und teilweise gefährliche Nebenwirkungen auftreten können.

Auch der Bezug verschreibungspflichtiger Medikamente ohne Rezept aus dem Internet sollte dringend unterlassen werden, da keine Garantie für die Echtheit, Unbedenklichkeit und Qualität der Produkte gegeben werden kann.

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